Fortbildungsmöglichkeiten für arbeitslose Akademiker
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Antragsteller: Peter Asemann, Adrian Engeländer
Vollständiger Titel:
Bessere Fortbildungsmöglichkeiten für arbeitslose Akademiker
Antrag:
Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass arbeitslose Akademiker kostenlos Hochschulen besuchen dürfen, um sich weiterzuqualifizieren. Die Kosten dafür sollen - wie Kosten für andere Fortbildungsmaßnahmen - vom Arbeitsamt übernommen werden. Die Fortbildungsteilnehmer sollen Scheine und Prüfungen wie normale Studenten ablegen dürfen. Die Hochschulen sollen den Fortbildungsteilnehmern ihre Fortbildungserfolge in einer Form bescheinigen, aus der hervorgeht, welchem Teil eines vollen Studiums die abgelegten Prüfungen entsprechen und wozu die abgelegten Prüfungen qualifizieren. Auf diese Weise können die Fortbildungsteilnehmer beweisen, dass sie in einem oder mehreren Gebieten ihrer Profession wieder auf dem neuesten Stand sind. Die Teilnahme soll rein freiwillig sein, die Nicht-Teilnahme an dieser Form der Weiterbildung soll nicht sanktioniert werden, wie es bei der Weigerung zur Teilnahme an anderen Fortbildungsmaßnahmen unter Umständen der Fall ist.
Begründung:
Gerade ältere (und älter ist man schon ab 30-35) arbeitslose Akademiker finden nur schwer wieder einen neuen Job. Die Firmen stellen lieber junge Hochschulabsolventen ein, als möglicherweise „eingerostete“ Alt-Akademiker. Dabei ist es einigermaßen absurd zu glauben, dass schon 30-40-jährige nur aufgrund ihres Alters zu unflexibel seien, um mit der Entwicklung der Technik mitzuhalten. Ihre Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist frustrierend für die Arbeitslosen und schlecht für die Volkswirtschaft und die Sozialsysteme. Das bisherige Weiterbildungs-System hat offensichtlich versagt. Die meisten, oft von privaten Trägern, auch Gewerkschaften, angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen sind teuer, aber ineffizient und schlecht und werden darum von der Wirtschaft nicht anerkannt. Häufig werden diese von Teilnehmern besucht, die an der Fortbildung nicht wirklich interessiert sind und durch die Teilnahme nur die Kürzung von Sozialleistungen verhindern oder verzögern wollen. Studien haben ergeben, dass die Teilnahme an solchen Weiterbildungsmaßnahmen die Chancen von Arbeitslosen auf eine Neuanstellung oft sogar noch verschlechtern - dennoch ist die Teilnahme für Arbeitslose oft verpflichtend. Um diese untragbare Situation zu verbessern, sind sofort wirksame Maßnahmen notwendig. Die Fortbildung von Akademikern an der Hochschule ist die ideale Lösung . Da sie genau der Ausbildung der junge Absolventen entspricht, wird die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen eines „Fortbildungsstudiums“ von der Wirtschaft akzeptiert werden. Die Weiterbildung an der Hochschule wird aufgrund der hohen Preise, die für herkömmliche Weiterbildungsmaßnahmen zu zahlen sind, nicht teurer, wahrscheinlich sogar günstiger als herkömmliche Weiterbildung sein - auf jeden Fall aber preiswerter und effizienter. Dadurch, dass die Teilnahme rein freiwillig ist und die Nicht-Teilnahme nicht sanktioniert wird, wird eine Verstopfung der Hochschulen und eine Behinderung des Lehrbetriebs durch nicht motivierte Zwangs-Teilnehmer verhindert. Außerdem wird erreicht, dass die Teilnahme als echter Beweis für hohe Motivation, Eigeninitiative und Fleiß der Fortbildungsabsolventen aufgefasst werden kann. Last but not least sind "Lebenslanges Lernen" und die Einbindung der Hochschulen in Weiter- und Fortbildungsprozesse Forderungen, zu denen sich auf europäischer Ebene (z.B. in Kommuniques zum Bologna-Prozess) immer wieder bekannt wird - es ist nun Zeit, diese Forderungen endlich umzusetzen.
| MV | BeKo | LaKo | BuKo |
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MV 18.04.2007: abgelehnt