GeWo-Bau Studentenwohnungen
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Antragsteller: --Thilo 13:01, 16. Aug. 2011 (CEST)
Antrag:
Die JuLis Erlangen fordern das Aufgabenspektrum der GeWo-Bau dahingehend zu ändern, dass diese Wohnungen bzw. Appartments für Studenten zu sozialverträglichen Tarifen, d.h. kostendeckend aber nicht gewinnbringend zu ansonsten markt- und mietrechtüblichen Konditionen bereitstellt.
Begründung:
Erlangen ist eine wachsende Stadt und wird nach den Berechnungen des statistischen Landesamtes auch in den kommenden Jahren eine der wenigen wachsenden Städte in Bayern sein. Dadurch ist der Wohnungsmarkt in Erlangen auch unabhängig von doppelten Jahrgängen oder G8 sehr angespannt. Durch die Uni einerseits, die großen ortsansässigen Unternehmen andererseits besteht ein großer Unterschied in der Kaufkraft der Bevökerung, der sich auf dem Wohnungsmarkt dahingehend auswirkt, dass selbst akzeptable Wohnungen nur von berufstätigen bezahlt werden können. Andererseits besteh ein großer Markt an heruntergekommenen Wohnungen, die von den Besitzern an Studenten vermietet werden. Ein marktinduzierter Drang diese Wohnungen zu sanieren oder halbwegs in Schuss zu halten besteht nicht, weil es stets genug vezweifelte, unwissende und / oder finanzschwache Studenten gibt, die sich die Bude wieder mieten.
Würde die GeWo-Bau nun eine Anzahl akzeptabler Wohnungen nach den normalen Regeln des Mietrechts aber zu Sozial- / Spezialtarifen (d.h. kostendeckend aber nicht gewinnbringend) ausschließlich an Studenten vermieten, würde auf den Wohnungsmarkt dahingehend eingewirkt, dass ein Investitionsdruch auf die Eigentümer entsteht, weil heruntergekommene Wohneinheiten nicht mehr vermietet werden könnten, da bessere zur Verfüung stünden. Gleichzeitig würde eine untere Preisgrenze festgelegt werden, die möglicherweise das Preisniveau für Studentenwohnen allgemein senkt. Idealerweise sollte die GeWo-Bau die für Studenten vorgesehenen Appartments neu bauen, damit entsprechende Wohnungsgrößen und Zuschnitte optimal gestaltet werden können. Außerdem könnten Neubauten möglicheweise in Universitätsnähe gebaut werden.
Die Stadt würde auf diese Weise doppelt gewinnen, da einerseits neuer hochwertiger und ebenfalls dringend benötigter Wohnraum für Berufstätige entstünde, andererseits Studenten in besseren Verhältnissen zu bezahlbaren Preisen wohnen könnten. Da die Wohnungen zu dem Mietrecht üblichen Konditionen vermietet würden, wären sie ebenfalls weit besser in Schuss als die teilweise sehr abgewirtschafteten Wohnheime. Beides ist ein nicht zu unterschätzender Werbeeffekt für die Stadt und für die Universität. Das Stadtbild würde verbessert und das Steueraufkommen erhöht. Die GeWo-Bau würde ihrer eingentlichen, nämlich sozialen, Verantwortung und Aufgabe wieder gerecht. Universität und Stadt sollten hier eng zusammenarbeiten, da es ein Thema ist, das für beide Seiten von Interesse ist.
| MV | BeKo | LaKo | BuKo |
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