Giga- und GiBiBytes
Aus Antragswiki
Der Kongress möge beschliessen:
Hersteller von Speichermedien sollen verpflichtet werden, auf den Verpackungen die Speichergröße auch in den von der physikalisch-technischen Bundesanstalt empfohlenen IEC-Einheiten "KiB", "MiB", "GiB" bzw. auch "TiB" anzugeben.
Gleichzeitig sollen die Betriebssystemhersteller aufgefordert werden dafür zu sorgen, dass in Zukunft im System korrekte Einheiten angezeigt werden (1KB = 1000 Bytes, 1KiB = 1024 Bytes).
Begründung:
Traditionell entspricht in der IT ein Kilobyte 1024 Bytes, ein Megabyte 1024 * 1024 Bytes, ein Gigabytes 1024 * 1024 * 1024 Bytes, d.h., es handelt sich um Potenzen von 1024.
Laut ISO-Norm stehen Kilo-, Mega-, Giga-Byte allerdings für 1000, 1000 * 1000 und 1000 * 1000 * 1000 Bytes, also für Potenzen von 1000.
Um dieses Auseinanderklaffen von ISO-Norm-gerechter Bedeutung der Einheiten und faktischer Bedeutung im IT-Kontext aufzulösen, hat die IEC die Einheiten KiB, MiB, GiB, TiB etc. definiert, die für "Kilo-Binary-Bytes" etc. stehen und als Potenzen von 1024 definiert sind.
Die meisten Programme und Betriebssysteme (mit Ausnahme mancher Linux-Distributionen) sprechen allerdings weiterhin von MB, GB und TB, wo MiB, GiB und TiB gemeint sind.
Obwohl die Speicherhersteller natürlich wissen, dass mit den Bezeichnungen Kilo-, Mega- und Giga- im IT-Kontext im allgemeinen nicht die ISO-genormten Einheiten gemeint sind, benutzen die Hersteller diese Einheiten - rechtlich korrekt - und die Kunden wundern sich, warum eine 4.7 Gigabyte-DVD nur 4.38 (IT) "Gigabyte" (GiB) fasst.
Darum sollen Speichermedien-Hersteller verpflichtet werden, die Größe ihrer Speicher auch in der Einheit (K-/M-/G-/TiB) anzugeben, und es soll darauf hingewirkt werden, dass auch kommerzielle Betriebssysteme die Anzeige normgerechter Einheiten einführen.
| MV | BeKo | LaKo | BuKo |
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MV 01.08.2010
