Jungen stärker fördern
Aus Antragswiki
Antragsteller: Peter Asemann
Antrag:
Der Kongress möge beschliessen:
Alle Regierungsebenen (Bund, Land, Stadt) haben einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, um die systematische Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem abzubauen.
Dazu sind Mittel zur Jungen- und Mädchenförderung paritätisch zu verteilen. Die Schulträger werden verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Anteil männlicher Lehrkräfte in Schule und Grundschule bei mindestens 20% liegt. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis der Lehrkräfte ist langfristig anzustreben. Um dies zu erreichen, soll aktiv um männliche Studenten für den Lehrerberuf geworben werden.
Auch der Anteil von Erziehern (m) in Krippen und Kindergärten ist zu erhöhen.
Sollte es unmöglich sein, Unterrichtsformen zu entwickeln, die den Interessen sowohl von Mädchen als auch von Jungen entgegenkommen und beiden Geschlechtern sowohl gleiche als auch gute Lernchancen eröffnen, ist darüber nachzudenken, wieder getrennte Jungen- und Mädchenschulen einzurichten.
Begründung:
Studien haben ergeben, dass mittlerweile Jungen ganz klar die Verlierer des Bildungssystems sind. Der jahrzehntelange Fokus auf die Förderung von Mädchen und das Fehlen männlicher Vorbilder in der Schule haben dazu geführt, dass Jungen in der Schule immer weniger leisten. Doch auch bei gleicher Leistung werden sie schlechter benotet und weniger oft für den Übergang auf das Gymnasium empfohlen. Darum muss jetzt schnell und entschieden gegengesteuert werden.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,612997,00.html
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