Kein Kopftuchverbot

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Antragsteller: Christian Wolff

Antrag:

Streichung des Verbots für das Tragen von religiösen Symbolen in Schulen aus dem Programm der Jungen Liberalen, solange sie nicht zu missionarischen Zwecken mißbraucht werden.

Begründung:

Das Verbot von religiösen Symbolen trägt nicht zu einer Verbesserung irgendeiner Schulsituation bei. Es ist schlichtweg Ausdruck für die, nach den Terroranschlägen von New York und Madrid, entstandene Panikmache vor fremden Religionen. Religiöse Fanatiker, Terroristen oder gar Schläfer lassen sich mit solchen Maßnahmen nicht bekämpfen! Auch ist die Trennung von Kirche und Staat in der Bundesrepublik Deutschland in einem so weiten Maße fortgeschritten, daß die Einflußnahme der Kirchenchristen auf die Politik sich im Rahmen hält.

Ein Verbot von religiösen Symbolen birgt immer die Gefahr der Abschottung einer Gesellschaft, die sich für primär christlich hält, vor einer fremden Gesellschaft (in diesem Fall ja ausgelöst durch den so genannten islamistischen Terror). Die Schule ist an sich ein Ort, an dem den Schülerinnen und Schülern demokratische Grundbegriffe wie Minderheitenschutz, Toleranz und Liberalität vermittelt werden sollen. Ein Verbot von religiösen Symbolen in der Schule wirkt diesen Zielen entgegen.

Wir schaffen mit einem Verbot keine liberale Gesellschaft, die in aufgeklärtem Maße mit fremden Religionen und Lebenseinstellungen umgeht. Ein Verbot verlagert den Schwerpunkt des Diskurses vom kontrollierbaren Klassenzimmer auf die Straße und überläßt die Toleranzentwicklung Dritten.



MV BeKo LaKo BuKo
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Beschlossen am 21.06.2004 (MV)

BeKo (13.12.08) abgelehnt


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