MRSA bekämpfen

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Antragsteller: Friedrich Fick


Antrag: MRSA wirksam bekämpfen

Der Kampf gegen MRSA sowie andere Resistenzen soll endlich entschieden geführt werden.

Im Einzelnen sind die Maßnahmen folgende:

- Antibiotikagaben durch Ärzte sollen durch den ausgebenden Apotheker überprüft werden. Abweichung von der Standarddosis und -dauer müssen durch den Arzt explizit bescheinigt werden. Bei Verstößen ist der Apotheker meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

- Reserveantibiotika sind nur noch durch zwei unabhängige Ärzte zu verschreiben.

- Jeder Patient, der in ein deutsches Krankenhaus eingewiesen wird, wird routinemäßig auf resistente Keime untersucht.

- Jeder Mitarbeiter im Gesundheitswesen wird sukzessive auf resistente Keime untersucht.

- In der Bevölkerung werden in begrenztem Umfang Stück für Stück randomisierte Massentests auf resistente Erreger durchgeführt.

Die Zuständigkeit hierfür liegt beim kommunalen Gesundheitsamt. Dort soll eine eigene Stelle für die Bekämpfung resistenter Erreger eingeführt werden. Diese ist befristet bis die Zahlen deutlich zurück gehen.

Die Kosten Teilen sich Bund, Länder und Gemeinden mit den Krankenkassen

Bei Feststellung einer Erkrankung wird der Patient genau so wie der Angestellte oder der getestete Bürger in Quarantäne versorgt bis der Keim auskuriert ist. Sollte dadurch der Reibungslose Ablauf eines medizinisches Versorgungsbetriebes gefährdet sein, kann geprüft werden, ob eine Dekontamination in "Schichten" unter konsequenter Beachtung von adäquater Schutzkleidung möglich ist.

Bei Bedarf sollen durch die zuständigen Gesundheitsbehörden "Dekontaminations-Kontainer" angemietet werden.

Begründung:

Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass durch resistente Keime jedes Jahr 40.000 Menschen sterben. Zum Vergleich: Das ist mehr als im Straßenverkehr. Deutlich mehr als an allen meldepflichtigen Infektionen zusammen. Und ein VIELFACHES der Toten durch die 'neue Grippe' für die wir enorme Geldsummen ausgeben.

Der wirtschaftliche Schaden dadurch ist gigantisch. Nicht nur dass Menschen erheblich längere Liegezeiten in Krankenhäusern haben (Im Extremfall kann aus einer Kniespiegelung eine mehrjährige unterbrochene Liegezeit werden!).

Ebenso müssen zur Behandlung der Infektionen spezielle Reserveantibiotika verwendet werden. Diese sind exorbitant teuer (mehrere Hundert Euro pro Tag!). Mit sehr zweifelhaftem Erfolg.


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MV 01.08.2010

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