Robotik Gesetzgebung
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Antragsteller: --Thilo 19:02, 12. Okt. 2011 (CEST)
Antrag:
Die JuLis Erlangen fordern eine Gesetzgebung zur Steuerung der Konsequenzen, die sich aus der Entwicklung autonomer Maschinen (Roboter) ergeben. Eine solche Gesetzgebung sollte europaweit einheitlich geregelt werden. Falls das nicht möglich ist oder zu lange dauert ist die Bundesregierung und das Parlament angehalten, eine solche Gesetzgebung für den deutschen Rechtsraum zu erstellen und bei Bedarf an eine europäische Regelung anzupassen.
Roboter sind mittlerweile weit über den Status des Schweißroboters in einer Autofabrik hinaus gekommen. Roboter werden zu zunehmend mobileren und zunehmend in ihren Entscheidungen autonomen Maschinen. Aspekte wie Lernfähigkeit und Schwarmintelligenz führen darüber hinaus zu weniger linearem und immer effektiverem Entscheiden. Roboter werden zunehmend fähig, vorher nicht programmierte oder "erlebte" Situationen handhaben zu können. In diesem Zusammenhang sind die Begriffe "Inteligenz" und "Sozialverhalten", wenn auch nur rudimentär, durchaus zutreffend.
Die JuLis stehen als liberale Organisation Fortschritt und Technologie stets offen gegenüber. Weder sind die Entwicklungen in der Robotik aus Unverständnis und Angst heraus abzulehnen, noch sollten aus blanker Technologiefaszination und Gutmenschentum heraus die Konsequenzen dieser neuen Technologie übermäßig gut bewertet werden. Kampfroboter sind seit Jahren die gleiche Realität wie Staubsaugroboter für Zuhause. Die Gesellschaft eines technologisch so fortgeschrittenen Landes wie Deutschland, das auf den Gebieten der Robotik zu den führenden Nationen gehört, sollte sich über die Auswirkungen dieser Technologie Gedanken machen, bevor sie den Alltag durchdringt.
Von besonderer Tragweite ist das Verhalten eines autonom und lernfähig agierenden Roboters gegenüber dem Menschen. Insbesondere ist hier der militärische Einsatz von Robotern zu diskutieren und zu regeln - sowohl im Kampf Roboter gegen Mensch als auch Roboter gegen Roboter. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Frage nach der Überwachung von Menschen mit Hilfe von Robotern, etwas bei Demonstrationen oder in der Wohnraumüberwachung.
Den Julis geht es nicht um ein "Verbot" von Robotik, sondern um Regeln für die Schnittstelle Mensch-Roboter, also für alle Bereiche und Situationen, in denen Menschen und Roboter einander bedingen, auf einander einwirken, sich steuern und überwachen. Ein solches auch ethisch gegründetes Gesetz wird für unsere freiheitliche Gesellschaft innerhalb der nächsten 10 Jahre unabdingbar werden.
| MV | BeKo | LaKo | BuKo |
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