Therapie für Pädophile

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Antragssteller: Peter Asemann

Antragstext:

Der Kongress möge beschließen:

Dem Beispiel des Programms der Charité folgend, in dessen Rahmen sich Pädophile freiwillig sexualtherapeutisch haben behandeln lassen, sollen bundesweit Therapieplätze für Pädophile angeboten werden. Die angebotene Therapie, die Pädophile in die Lage versetzen soll zu erkennen, dass Kinder kein sexuelles Interesse besitzen und sie ihre pädosexuellen Wünsche nur auf Kinder projezieren, die Pädophilen helfen soll Ihre Phantasien zu kontrollieren statt sie auszuleben, soll bundesweit für Betroffene verfügbar sein.



Begründung:

Die Existenz von Pädophilie ist - ebenso wie die Existenz von Terroristen und Extremisten - ein Totschlagargument für die Einführung aller möglicher staatlicher Überwachungsmaßnahmen und wird es ewig bleiben, wenn nicht auch auf andere Maßnahmen gegen den Mißbrauch von Kindern gesetzt wird als das Schüren von Pädophilen-Furcht, Angst und Kontrollwahn.

Zudem sind pädosexuelle Vorlieben nach Ansicht von Wissenschaftlern genau so Schicksal wie Heterosexualität, Homosexualität, Fetischismus und viele viele andere, auch heute zum Teil noch nicht komplett gesellschaftlich akzeptierte sexuelle Vorlieben.

Darum ist es im Interesse der Kinder, die vor sexuellen Übergriffen geschützt werden sollen, im Interesse der Restbevölkerung, die nicht "wegen der Pädophilen" gezwungen werden soll in einem Überwachungsstaat zu leben, und im Interesse der Pädophilen selbst, die in die Lage versetzt werden sollen, trotz ihrer unerfüllbaren sexuellen Wünsche ein halbwegs normales Leben zu führen, wenn nach dem Vorbild des Programms der Charité in ganz Deutschland Therapieplätze für Pädophile geschaffen werden.

Es ist kontraproduktiv zu glauben, nur durch Druck und Verfolgung könne man Pädophile vom pädophil-sein abhalten; das funktioniert, wie die Erfahrung bei anderen sexuellen "Abnormitäten", z.B. Homosexualität, gezeigt hat, nicht. Es kann auch nicht das Ziel eines liberalen Staates sein, einzelne Bürger, die durch bisher nicht verstandene psycho-neuro-biologische Mechanismen zu einer gesellschaftlich nicht akzeptierbaren Sexualität gekommen sind, durch den Aufbau gewaltigen gesellschaftlichen und exekutiven Drucks gezielt in den Selbstmord oder zum Durchdrehen zu drängen.

Im Gegenteil gebietet die Tatsache, dass auch Pädophile Menschen sind, die eine Würde besitzen, dem Staat, ihnen bei der Bewältigung ihrer von Medizinern als unheilbar erkannten ernsthaften sexuellen Störung zu helfen. Nur so kann die von Pädophilen ausgehende Gefahr für Kinder verringert werden, ohne rechtsstaatlich zweifelhafte Methoden anzuwenden.

Die Alternativen Totalüberwachung, Sicherheitsverwahrung von Pädophilen, Zwangskastration (gibt's in Dänemark) oder Zwangsmedikation sind keine für Liberale akzeptablen Alternativen.


MV BeKo LaKo BuKo
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MV 19.06.2007

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