Verzicht auf Biotonne
Aus Antragswiki
Antragsteller: Stefan Schotsch
Antrag:
Die JuLis Erlangen mögen beschließen, das sie für einen Verzicht der grünen Biotonnen für Normalverbraucherhaushalte in Erlangen eintreten werden.
An Stelle der Biotonne soll der im Haushalt anfallende kompostierbare Müll mit dem Restmüll entsorgt werden. Damit entfällt die wöchentliche Leerung der zumeist nichteinmal viertelst gefüllten Biotonnen, was zum einen die Abfallentsorgungskosten für die Bürger reduziert und die wenig sinvollen Bio-Touren der Abfallentsorungsunternehmen erspart.
Für Produzenten größerer Biomüllmengen (Kantinen oder Betriebe) soll es weiterhin die Verpflichtung zur gesonderten Mülltrennng.
Für größere Mengen Gartenabfälle oder Baumverschnitt, die nicht selbst kompostiert werden, steht den Bürgern die Müllumladestation am Hafen zur Verfügung, welche Bioabfälle annimmt.
Begründung:
Die Biotonnen werden von einem Großteil der Bürger nicht angenommen, da viele ihren Biomüll sowieso mit dem Restmüll entsorgen. Auch Bürger mit Gartengrundstück haben oftmals einen eigenen Kompost, den sie bevorzugt nutzen.
Durch einen Verzicht auf die Entleerung der Biotonnen werden den Haushalten vorraussichtlich jählich zwischen 22,00€ (kleine Tonne) bis zu 300,00€ (große Tonnen) erspart. Das sind die momentanen Ermäßigungen für "Selbstkomposter", die keine Biotonne benötigen. Bei einem kompletten Verzicht für alle Haushalte ist es möglich, das die Einsparungen sogar noch größer werden. Zusätzlich entfallen dann die wöchentlichen Entleerungsfahrten für die Biotonne, was wiederum Energie und Kraftstoff spart. Letztlich ist es sowieso in der Ökobilanz umstritten, ob die gesonderte Kompostierung und der damit verbundene Aufwand ökologisch sinnvoll sind - von dem Trennungsaufwand durch Falschentsorgung ganz abgesehen.
Infos der Stadt Erlangen zur Entsorgung (Kosten)
Infos der Stadt Erlangen zur Biotonne
| MV | BeKo | LaKo | BuKo |
|---|---|---|---|
MV 05.05.2008 angenommen: 7 ja, 0 nein, 2 enth.
